Werkstoffinformation - Stadtmobiliar by EXTERY

HOLZ

1. Wärmebehandelte Esche (Fraxinus)

Wärmebehandeltes Holz ist eine schöne, haltbare und funktionale Lösung, die gleichzeitig auch umweltfreundlich ist. Es ist frei von Chemikalien, gefahrlos  verwendbar und stammt nicht aus den gefährdeten Regenwäldern.


Die Wärmebehandlung ist ein computergesteuerter Erhitzungsprozess des Holzes, der in einer speziellen Kammer bei Temperaturen von 190 bis 212°C durchgeführt wird. Man benutzt in diesem Prozess keine Chemikalien.  Die Erhitzung ändert die Zellstruktur des Holzes – Feuchtigkeit, Bakterien und Säuren werden aus dem Holz getrieben.  Ein solches nährstoffarmes Holz ist kein passender Nährboden für Pilze, Eiterungen und Schimmel. Es widersteht auch Umweltseinflüssen wesentlich besser.

Nach dem Test des EN 15083-1 Standards, der die Widerstandsfähigkeit des Holzes gegen Pilze misst, ist die Widerstandsklasse der wärmebehandelten Esche 1.

Das Ölen macht das Material stabiler und widerstandsfähiger gegen Klimabedingungen.

For photos and additional information on oiled and un-oiled wood - please click here.

Genauere Informationen finden Sie unter:
http://www.thermory.com/thermotreatment/
http://www.storaenso.com/
 

2. Sibirische Lärche (Larix)

Die sibirische Lärche ist widerstandsfähig dank ihrer Dichte und ihrem großen Harzgehalt, der das Holz stark und sehr widerstandsfähig gegen Verrottung macht.  Sie ist ein hochwertiges und umweltfreundliches Material.

Die Lärche ist feuchtigkeitsfest, stark und hat ein dekoratives Aussehen, deswegen wird sie oft sowohl in Innen- wie auch in Außenbereichen benutzt. Wegen ihres großen Harzgehalts ist Lärche in Außenbereichen eine gute Alternative zu imprägniertem Holz. Ihre Widerstandsfähigkeit und Dichte nehmen mit der Zeit zu.

In unseren Produkten benutzen wir die geleimte laminierte Lärche. Das Leimen verbessert die technischen Eigenschaften des Holzes. Das Leimholz besteht aus Holzplatten, die aus Holzschichten mit einer Keilzinkenverbindung gebildet werden, sie werden so lange getrocknet, bis der Feuchtigkeitsgehalt 10% beträgt und dann werden sie mit einem speziellen Leim zu Platten mit der gewünschten Größe verbunden.

Genauere Informationen finden Sie unter:
Lärche: http://www.genetrade.ee/eng/lumber_materials/larch/
Leimholz (Brettschichtholz): http://de.wikipedia.org/wiki/Brettschichtholz
 

DAS OBERFLÄCHENFINISH DES HOLZES

1. Ölen

Wir bedecken das Holz, das wir bei unseren Bänken benutzen, mit zwei Schichten des durchsichtigen matten OSMO Holzschutzöls (Osmo Woodstain).

Genauere Infos: www.osmo.de/navigate.do?id=42&name=Natural+Oil+Woodstain

Dieses auf natürlichem Öl basierende Holzschutzmittel ist ein „zwei in einem“ Produkt, der die Eigenschaften der Unterschicht und der Finishschicht in sich vereinigt. Es ist wasserabweisend, witterungsbeständig und widerstandsfähig gegen UV-Strahlung. Mikroporige Finishmittel lassen das Holz atmen. Die atmende Oberflächenschicht beinhaltet aktive Bestandteile, die das Holz vor Schimmel, Algen und Pilzen schützen. Die Ölschicht pellt und birst nicht.

2. Eisensulphat und Kupfersulphat

Wenn die Holzoberfläche mit Eisen- oder Kupfersulphat bearbeitet wird, schützt das gegen durch Pilze und Insekten verursachte Schädigungen. Sulphate schützen Holz dauerhaft und sicher. Die Farbe wird wegen UV-Strahlung mit der Zeit intensiver. Wenn man nicht will, dass das Holz allmählich dunkler wird, kann man das mit dem Sulphat bearbeitetes Holz mit einem natürlichen durchsichtigen Holzschutzöl überziehen.
 

METALL

1. Stahl und Edelstahl

Der Edelstahl unterscheidet sich vom Stahl durch seinen Chromgehalt. Der Stahl verrostet, wenn er mit Luft und Feuchtigkeit in Berührung kommt. Die Eisenoxidschicht (der Rost) ist aktiv und beschleunigt die Korrosion. Der Edelstahl beinhaltet genug Chrom, das eine passive Chromoxidschicht bildet und so das Verrosten der Oberfläche und die Verbreitung des Rostes in die Innenstruktur des Metalls verhindert.
 

OBERFLÄCHENBEARBEITUNG DES METALLS

1. Verzinkung

Verzinken ist eine Antikorrosions-Behandlung, wobei die Produkte mit einer dünnen Zinkschicht überzogen werden. Eine unbeschädigte Zinkschicht schützt das Produkt jahrelang und sicher gegen Rost. Wenn Zink mit der Luft in Berührung kommt, bildet sich Zinkoxid, das mit Wassermolekülen aus der Luft in Reaktion tritt und Zinkhydroxid bildet. Zinkhydroxid tritt mit Kohlendioxid in Reaktion und als Ergebnis bildet sich eine dünne, undurchdringliche, sehr beständige und unlösliche Schicht von Zinkkarbonat, die die darunterliegende Zinkschicht sehr dicht bedeckt und sie so vor Korrosion schützt.
 

2. Pulverlackierung

Die Pulverlackierung von verzinkten Oberflächen bietet unseren Produkten zusätzlichen Schutz.  Die Farbteilchen werden mit einer elektrostatischen Farbpistole beladen und auf das Bauteil gesprüht, danach wird das Bauteil in einen Ofen gelegt, wo die Pulverteilchen schmelzen und eine einheitliche starke Schicht bilden. 
Das Verzinken der Oberfläche sichert zusammen mit der Pulverlackierung ein hochwertiges ästhetisches Finish, hervorragende mechanische Eigenschaften und Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion.
Die Farbe schützt die verzinkte Oberfläche vor äußeren Beschädigungen und gibt dem Produkt gleichzeitig ein attraktives Aussehen. Beim Oberflächenfinish gibt es viele Wahlmöglichkeiten vom Hochglanz bis zum glanzlosen Matt.
 

3. Anti-Graffiti-Lackierung

Um das schöne Aussehen der pulverlackierten Produkte zu bewahren und die Wartungskosten zu verringern, kann man die Oberfläche mit einer weiteren Schicht überziehen.

Der Lackierungsprozess mit einem Anti-Graffiti-Mittel ist der Pulverlackierung ähnlich. Der Lack basiert auf Polyurethane und setzt während der Erhärtung eine Sperrschicht frei.

Diese Lösung wurde entwickelt, damit man die meisten Graffitiformen einfach und schnell beseitigen kann, und wird empfohlen für Orte, an denen die Widerstandsfähigkeit gegen Graffiti gehobenen Ansprüchen entsprechen muss. Typisch für diese Ausstattung sind zum Beispiel Produkte, die man in Zügen, Straßenbahnen und Bussen benutzt, Wartehäuschen, Schulmöbel und –gegenstände, Park- und Stadtmöbel, Gartenmöbel, Verkehrsschilder, Zäune und öffentliche Gebäude.

Die Reinigung der Produkte mit einer Anti-Graffiti-Schicht:
Typ Reinigungsmittel
Emailfarbe Spray A, C, D
Wasserbasierender Marker O
Permanentmarker A, B, C, D, E
Lippenstift O
Schuhwichse O

A    90% denaturierter Alkohol
B    denaturierter Alkohol und Lösemittel 1:1 Mischung
C    Aceton
D    Trichlorethylen
E    Tetrachlorethen
O    Mit feuchtem Stoff reiben
 

ROTOGUSS DER PLASTIK

Bei unseren mit der Rotogussmethode gefertigten Plastikprodukten benutzen wir Polyethylen (PE). Daher sind unsere Produkte widerstandsfähig gegen Witterungsbedingungen, UV-Strahlung, Stöße und Deformation, die meisten Säuren, Chemikalien und Korrosion.

Das Prinzip des Rotogusses (auch Rotations-Guss) ist sehr einfach. Das Verfahren besteht aus vier Hauptabschnitten: die Form wird gefüllt (1), erhitzt (2), abgekühlt (3) und dann wird das Produkt aus der Form ausgenommen (4), wie man auf den folgenden Abbildungen sieht.

Rotoguss



1. Man misst die nötige Menge von Plastikpulver in die Form, die Form wird geschlossen und in den Ofen gelegt.

2. Während die Form erhitzt wird, rotiert sie auch gleichzeitig um zwei Achsen. Während der Rotation schmilzt das Pulver auf und bildet an den Wänden der Form eine einheitliche Schicht.

3. Die Form rotiert auch in der Abkühlungsphase weiter. Damit wird gesichert, dass die Form des Produkts während des Erstarrens des Materials bewahrt bleibt.

4. Wenn die Plastik fest genug ist, wird die Rotation beendet und das Produkt aus der Form ausgenommen.

Wir betonen auch die Umweltfreundlichkeit dieser Methode. Bei der Produktion entsteht nur sehr wenig Abfall: alle Produktionsreste und Produkte sind wieder verwendbar.